Stickmaterial

Nadelstiche - Krankheit oder Medizin? Hier erfahrt Ihr's...

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Stickmaterial

Beitragvon schocus minzus » 08.01.2005, 17:02

Wer das Sticken versuchen möchte, braucht natĂŒrlich das richtige Material. Ich habe hier versucht mal ein paar Sachen zusammenzutragen die fĂŒr AnfĂ€nger eine kleine Hilfe sein sollten.


Sticknadel

Sie hat im Vergleich zur normalen NĂ€hnadel eine grĂ¶ĂŸere Öse. StickfĂ€den sind dicker sind als normales NĂ€hgarn. Es gibt 2 Varianten: mit und ohne Spitze. Das heißt, es gibt welche die am Ende spitz sind und welche die stumpf sind. Welche man benutzt bleibt jedem selber ĂŒberlassen. Spitze eignen sich eher fĂŒr feine Stoffe, stumpfe eher fĂŒr gröbere Stoffe.

Garn

Sticktwist ist ein sehr weit verbreitetes und bezahlbares Material. Es gibt viele verschiedene Firmen die ihn anbieten. Die grĂ¶ĂŸten und bekanntesten sind: Coats Anchor und DMC. Die Garne der 2 Hauptanbieter (Anchor und DMC) gibt es in vielen verschiedenen Farben. In den meisten Vorlagen und Anleitungsheften findet man die Angaben fĂŒr das Garn von Anchor und DMC.
Sticktwist besteht aus sechs EinzelfĂ€den. In jeder Stickanleitung, bei der Sticktwist verwendet wird, findet man eine Angabe, "wieviel fĂ€dig" gestickt wird. Das bedeutet, daß man nur einen Teil der EinzelfĂ€den verwendet. Man teilt das Garn in die Anzahl von FĂ€den die man fĂŒr die gewĂ€hlte Stickerei braucht. Meistens sind es 2 oder 3 EinzelfĂ€den. Das Teilen hat den Vorteil, daß die Stickerei feiner wird. Je nach Stoff besteht dann das benötigte Garn aus 1 – 3 FĂ€den. Auch die LauflĂ€nge des Garn wird dadurch grĂ¶ĂŸer. Man erhĂ€lt ja mehr Material und verbraucht weniger und kann mit einem Strang Garn viel mehr sticken.

Es gibt noch eine Unmenge von anderen Garnen.
Bei Bedarf erklÀre ich gerne die Unterschiede und Einsatzmöglichkeiten.


Stickrahmen

Stickrahmen dienen dazu den Stick-Stoff schön straff zu spannen. Ohne Rahmen wĂŒrde sich die Stickerei verziehen und nicht gleichmĂ€ĂŸig werden. FĂ€den könnten Wellen werfen und der Stoff durch die FĂ€den zu stark zusammengerafft werden.
Es gibt 2 verschiedene Grundformen - viereckige und runde Stickrahmen. Viereckige Rahmen sind vor allem fĂŒr große Stickereien und Gobelins geeignet. FĂŒr den Anfang reicht ein runder Stickrahmen Es gibt sie in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen und Materialien. In den meisten KaufhĂ€usern findet am Stickringe aus einem kleinerem biegbaren Metallring und einem grĂ¶ĂŸeren starren Kunststoffring. Man sucht sich die GrĂ¶ĂŸe die fĂŒr das gewĂ€hlte Stickprojekt am besten geeignet ist. Der Rahmen muß nicht so groß sein wie sie gesamte Stickerei. Es sollte ein ausreichend großes Arbeitsfeld eingerahmt sein. Sonst mĂŒsste man die Stickerei zu oft unterbrechen um den Rahmen umzusetzen.
Der runde Stickrahmen besteht aus zwei Ringen. Der Stoff wird ĂŒber den kleineren Metallring gelegt, und dann in den Kunststoffring eingeklickt. Dann zieht man den Stoff noch einmal vorsichtig straff, damit er im Rahmen nicht zu locker hĂ€ngt.

Stickstoffe

Ganz grob gesagt gibt es 2 verschiedene Arten von Stoffen: auszĂ€hlbare und nichtauszĂ€hlbare. AuszĂ€hlbare Stoffe haben immer die gleiche Anzahl an LĂ€ngs- und QuerfĂ€den je Zentimeter , sodas sie sich sehr gut fĂŒr Stickereien eignen, bei denen die LĂ€nge der Stiche immer genau gleich sein muß, um ein sauberes Bild zu ergeben. Das sind z.B. etliche Baumwoll- und Leinenstoffe. NichtauszĂ€hlbare Stoffe sind alle anderen, wie z. B. feste Wollstoffe, Seide oder Satin.
FĂŒr den AnfĂ€nger eignen sich am besten Aidastoffe. Aida Stoffe sind wie fĂŒr's Sticken gemacht, da sie eine gleichmĂ€ĂŸige Struktur haben, auf der die "Einstichlöcher" vorgegeben sind.

Was braucht man noch

Es gibt ein paar weitere Accessoires, die nĂŒtzlich sind.

Stickschere: Dies ist eine spitze kleine Schere mit der man die FĂ€den abschneidet.
Garnkarte: Wenn man mit mehreren Farben arbeitet, ist es sinnvoll eine Garnkarte zu benutzen. Garnkarten kann man ganz leicht selber machen. Man nimmt sich ein rechteckiges StĂŒck) und stanzt mit dem Locher mehrere untereinander liegende Löcher hinein. Jedes Loch wird fĂŒr eine Garnfarbe verwendet. Man kann die FĂ€den leicht aufbewahren und mit die Farbnummer auf die Karte schreiben, damit man nicht durcheinander kommt.
Gewebeband: Wenn man empfindliche, feine Stoffe verwendet, kann es Sinn machen, die Ringe des Stickrahmens mit Gewebeband zu Umwickeln, damit der Stoff beim Einspannen nicht beschÀdigt wird.

So - das sollte fĂŒr den Anfang erstmal reichen
Wer Fragen hat kann sich jederzeit an mich wenden

LG
schocus
schocus minzus
 

Beitragvon Eisdrache » 12.09.2005, 14:54

Hallo,

ich verwende diese PlasiktĂŒten mit Verschluß fĂŒr die einzelen Farbsorten, schreibe bei den Nadelmalereien die Farbnummern auf eine kleine Karte und stecke diese mit in die TĂŒte. So habe ich RestfĂ€den und komplette StrĂ€nge immer zusammen.
Ich bewahre meine Garne auch in diesen TĂŒten auf. Ettiketten mit Firmenname, Art und Nummer helfen beim suchen. Denn ich habe mittlerweile ein großes Sortiment an Baumwoll- und Seidensticktwisten, sowie Metallicgarnen.
Viele GrĂŒĂŸe
Svea
Eisdrache
 
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